7. SSW – Ich hasse mich und meinen Körper

7. SSW

Die 7. SSW stand für mich ganz im Zeichen des Unwohlseins. Ich hasste mich und meinen Körper. Es lag vielleicht daran, dass wir uns im Urlaub befanden und ich meine gewohnte Umgebung nicht hatte. Aber ich fühlte mich nicht wohl. Am liebsten wollte ich sofort nach Hause. Nichts half: kein gutes Essen, keine neue Klamotten und auch keine der vielen Bemühungen meines Mannes.

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7. SSW – Keine Spur vom Baby

Da wir uns ja in der 7. SSW im Urlaub befanden (wie auch schon in der 6. SSW), war natürlich vom Baby nichts zu sehen. Ich musste mich in diesem Fall auf mein Bauchgefühl verlassen und das hat völlig versagt. Außer Unwohlsein fühlte ich rein gar nichts. Ich hatte nur ständig das Gefühl, dass ich blute und rannte auf das nächste Klo. Da war natürlich nichts. Die Angst, das erneut Blutungen auftreten könnten (wie bei meiner ersten Schwangerschaft), war einfach viel zu groß. Mein Mann versuchte alles, um mich abzulenken. Leider ohne Erfolg.

Mein Baby in der 7. SSW

Wie schon gesagt, spüren konnte ich nichts, aber meine App veriet mir, in welchem Zustand sich mein Baby befinden sollte. Laut diesen Angaben sollte mein Baby in der 7. SSW etwa fünf bis zehn Milimeter groß sein, das Gewicht würde meine Ärztin im Ultraschall noch nicht messen können. Dafür waren Kopf und Nervensystem dabei, sich kräftig zu entwickeln. Auch das Gesicht zeichnete sich schon ab: Ohrengrübchen, Augenbecher und Nase bilden sich bereits ab. Hätte man jetzt einen Ultraschall gemacht, würde man die Augen schon erkennen.

Die Geschlechtsorgane entwickeln sich ebenfalls und das Rückenmark schließt sich jetzt. In der 7. SSW steht schon lange fest, ob man einen Jungen oder ein Mädchen bekommt, aber die Geschlechtsorgane sahen bis dahin gleich aus.

Ich in der 7. SSW

Nebst dem Unwohlsein konnte ich einfach nicht auf die Toilette. Das ist zwar in der 7. SSW völlig normal, aber mich hat es extrem gestört. Zudem bekam ich Blähungen, deren Gestank sich nicht in Worte fassen lassen. Das hat gestunken! Eine Biogasanlage ist nichts dagegen! Zum Teil konnte ich das gar nicht aufhalten und war froh, dass wir uns viel draußen aufgehalten haben. Ab und zu war mir ein bisschen schlecht, aber das lag eher am vielen Autofahren. Viel Magnesium hat zwar gegen die Verstopfung geholfen, aber nicht gegen die Blähungen.

Ich war ein bisschen müder als sonst, aber nicht so arg, dass es mich belastet hätte. Schon vor der 7. SSW, nämlich ab Beginn der Schwangerschaft, produziert der Körper viel Progesteron, das wirkt zwar beruhigend auf den Körper, führt aber auch dazu, dass man ziemlich müde wird. Dagegen hilft nur schlafen.

Auch das Herz ist immer mehr beansprucht, denn es muss immer mehr Blut durch den Kreislauf pumpen. Das führt dazu, dass man ab und zu Kreislaufprobleme hat. Und die hatte ich! Zudem war ich recht kurzartmig. Die Kurzatmigkeit und die Kreislaufbeschwerden hatte ich übrigens über die 7. SSW hinaus. Dagegen hilft: viel trinken, abwechselnd warm und kalt duschen und Bewegung. Nachdem ich recht faul bin, ist das mit der Bewegung gar nicht so einfach 🙂

Da ich schon vor der 7. SSW von Hormonen überflutet wurde, hatte ich auch entsprechende Stimmungsschwankungen. Mir war es wichtig, mit meinem Mann darüber zu sprechen. Ich wollte nicht, dass sich hilflos fühlt. Und das tun Männer! Die haben keine Ahnung, warum wir auf einmal heulen, schreien oder zickig sind. Ich wollte eine zeitlang keine Nähe. Mir war das nicht recht. Das habe ich meinem Mann leider nicht gesagt und es war promt so, dass er keine Ahnung hatte, was er tun sollte. Die Herren der Schöpfung können die ganze Schwangerschaft über kaum was tun und brauchen Anweisungen 🙂

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