KiWu-Update #2

KiWu-Update

Da stand ich nun also im Februar 2016. Staunend und ungläubig. Der Schwangerschaftstest war positiv. Und ich sah aus wie eine Kuh wenns blitzt (in Bayern ein Ausdruck für ein recht blödes Gesicht). Schwanger? Ich? Nach dem ersten Übungszyklus? Nun gut, der Frauenarzt hat mir alles bestätigt und wir packten die Koffer für einen schönen Urlaub in Thailand. Drei Wochen Sonne, Strand und Meer. Schön wäre es gewesen, denn es wurde zum Horrortrip.

Schwanger in Thailand – Kein Thema?

Die Hitze und die hohe Luftfeuchtigkeit machten mir ziemlich zu schaffen. Und ich musste an jeder Ecke aufpassen, was ich essen konnte und was nicht. Aber dennoch waren die ersten sechs Tage wunderschön. Wir machten uns auf zur nächsten Station, Koh Lanta. Eine kleine Insel mit viel Strand und wenig Lärm. Toll, dachte ich mir, genau was ich jetzt brauche nach dem Trubel in Bangkok.

Die ersten Tage auf der Insel verbrachten wir den ganzen Tag am Strand. Ich lag im Schatten, schlürfte einen Virgin-Cocktail nach dem anderen und ließ die Seele baummeln. Am letzten Abend vor der Abreise (wir wollten weiter nach Krabi), bemerkte ich auf einmal Blut in meiner Unterhose. Nicht viel und auch nicht rot. Es war braun, so wie am letzten Tag der Periode.

Es wird schon alles gut werden – Nein!

Da auf der Insel weder ein anständiger Arzt noch ein Krankenhaus zu finden war, beschlossen wir, sofort in Krabi einen Arzt aufzusuchen. Mir ging es schlecht. Ich fühlte mich elend und hatte Angst. Mein Mann war mir da auch keine große Hilfe, denn er sagte immer nur, dass ja schon alles gut werden würde.

Das war der Punkt in meiner Schwangerschaft, an dem ich begonnen habe zu googlen. Und es war schrecklich. Einen ganzen Tag las ich von Fehlgeburten und anderen schlimmen Dingen und es ging mir immer schlechter. Aber mal ehrlich: wer würde das nicht tun?

Ein Dorfarzt bringt die schreckliche Nachricht

In Krabi angekommen machten wir uns sofort auf den Weg in die nächste Klinik. Leider sind die Standards dort nicht so gut wie in Deutschland und der zuständige Frauenarzt kann auch mal einfach Urlaub haben. Also wurden wir an einen Dorfarzt verwiesen, der am nächsten Morgen einen Termin frei hatte.

Wieder eine Nacht voller Angst und Unwissen und Tränen. Am nächsten Morgen machten wir uns also auf den Weg zum Arzt. Dort angekommen kamen wir auch recht schnell dran.

Er setzte den Ultraschall an, zog ihn ein paar Mal über den Bauch und wurde ganz still. Er drehte den Ultraschallkopf, legte seinen Kopf zur Seite und ging näher an den Bildschirm heran. Mein Mann und ich starrten und abwechselnd uns und den Bildschirm an. Wir sahen einen schwarzen Fleck, da muss doch alles ok sein?

Und mit einem Mal ist alles anders

Nach einer gefühlten Ewigkeit legte der Arzt den Ultraschallkopf zur Seite und sah uns an. Sein Englisch war schlecht, aber wir haben alles nötige verstanden. Viel mussten wir auch nicht verstehen, denn ein Wort reichte schon: Windei…


 

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