KiWu-Update #3

KiWu-Update

Windei, das war die Diagnose, die der Arzt in Thailand stellte. In einer Arztpraxis ohne Fenster, ohne richtigen Empfang, ohne europäischen Standard. Ich konnte es nicht glauben, wir konnten es nicht glauben. Wir starrten uns an. In gebrochenem Englisch erklärte uns der Arzt, dass man in der 10. Woche bereits etwas sehen müsste, aber er sieht nur eine leere Fruchthöhle. Uns war in dem Moment noch nicht klar, was das wirklich bedeutet.

Schockstarre und Erkenntnis

Wir stiegen in unser Taxi uns fuhren zurück ins Hotel. Auf dem Weg dorthin redeten wir kaum miteinander, wir waren in einer echten Schockstarre. Im Hotel angekommen, wussten immer noch nicht genau, was wir jetzt tun sollten. Wir konnten ja auch nocht nichts tun. Und dann begann ich zu recherchieren, lass tagelang unter der Sonne Thailands diverse Foren und informierte mich zum Thema Windei. Rückblickend war das aber das Dümmste, was ich tun konnte.

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Ich las die ganzen Erfahrungsberichte, las von Frauen, denen auch ein Windei diagnostiziert wurde und dass sie dem Arzt nicht glaubten. Sie hatten dann einen Eckenhocker, also einen Embryo, der nicht gleich zu sehen ist. Wir klammerten uns an diese Geschichten, denn sie waren so voller Hoffnung, Hoffnung für uns. Wir wollten nicht wahrhaben, dass unser Wunschkind, das so unerhofft schnell da war, kein Wunschkind werden sollte.

Ich schrieb sofort meiner Frauenärztin in Deutschland und berichtete von der Diagnose. Per Mail konnte ich sofort nach unserem Urlaub einen Termin vereinbaren. Doch bis dahin waren es noch 12 Tage, 12 Tage voller Angst, Bangen und Hoffnung.

Ein schwarzes Loch

Ich redete mir ein, dass ich auch einen Eckenhocker habe, dass alles gut werden würde, dass unser Wunschkind gesund auf die Welt kommen würde. Aber es kam, wie es kommen musste. Zurück in Deutschland fuhr ich zu meiner Ärztin. Auf dem Weg dorthin redete ich mir immer wieder ein, dass schon alles gut werden würde. Doch der Ultraschall zeigte deutlich, dass in der 12. Woche immer noch nichts zu sehen war. Die Fruchthöhle war leer. Zur Beruhigung vereinbarte meine Ärztin noch mal einen zweiten Termin, ein paar Tage später. Doch da war immer noch nichts zu sehen. Ich war mittlerweile in ein tiefes schwarzes Loch gefallen. Saß zu Hause, mit der kleinen Babymütze in der Hand, die erst kurz vor unserem Urlaub gekauft hatte. Ich konnte nicht weinen, ich konnte es nicht fassen. Der Termin zur Ausschabung wurde für den 11. März 2016 vereinbart…


 

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