Mönchspfeffer – Das Mittel zum Wunschkind?

Mönchspfeffer

Eines vorweg: Mönchspfeffer kann Dir helfen, schwanger zu werden, aber es ist sicher kein Wundermittel. Im Prinzip wirkt es ausgleichend und harmonisierend auf Deinen Hormonhaushalt. Das bringt Dir aber ziemlich wenig, wenn Du – so wie ich – dazu neigst, Dich beim Kinderwunsch zu stressen. Aber ich war sehr interessiert am Mönchspfeffer und habe mich damit mal näher auseinandergesetzt.

Mönchspfeffer – Eine Heilpflanze

Schon in der Antike war Mönchspfeffer als Heilpflanze geschätzt und wurde dort aktiv angewendet. Zwar nicht als Mittel zum Wunschkind (wäre ja auch blöd, denn damals wurde Mönchspfeffer von Nonnen im Kloster angebaut), sondern zur – Achtung – Minderung der sexuellen Lust.

Daher kommt auch der Name „Keuschlamm, denn ein Mönch bezeichnete die Pflanze als „agnos“ (keusch), das war aber ein Irrtum. So entstand über die Jahrhunderte der Name „agnus castus“, was Keuschlamm bedeutet.

Da Mönchspfeffer damals verwendet wurde, um die sexuelle Lust zu mindern, wurden die Samen zuerst gemahlen und anschließend – ziemlich hoch dosiert – über die Mahlzeiten gestreut. Daher kommt die heutige Bezeichnung „Mönchspfeffer“.

Fun Fact: wird die Heilpflanze in geringen Dosen angewendet, bewirkt sie genau das Gegenteil. Sie stimulieren den weiblichen Hormonhaushalt und wirken somit positiv auf die Fruchtbarkeit ein.

Wann soll man Mönchspfeffer nehmen?

In der Medizin wird Keuschlamm ziemlich häufig von Frauenärzten verschrieben und zwar in folgenden Fällen:

  • Zyklusunregelmäßigkeiten
  • PMS
  • Mastodynie
  • Gelbkörperschwäche

Bei einer Gelbkörperschwäche ist die zweite Zyklushälfte zu kurz. Mönchspfeffer soll daher den Zyklus regulieren und den Prolaktinspiel ausgleichen.

In der zweiten Hälfte des Zyklus soll Keuschlamm die Bildung von Progesteron anregen und dadurch die Gelbkörperschwäche regulieren. Zudem wirkt er bei erhöhten Prolaktinwerten, denn es erhöht die Bildung des FSH-Gehaltes im Blut. Prolaktin hemmt die Bildung des FSH und des LH, beides ist für die Befruchtung ziemlich wichtig.

Wichtig zu wissen:

Mönchspfeffer muss mindestens sechs bis acht Wochen eingenommen werden. Wie alle Heilpflanzen braucht auch er ein bisschen Zeit zu wirken. Ist übrigens bei diesen ganzen Tees das Gleiche.

Nebenwirkungen von Mönchspfeffer

Im Mönchspfeffer sind folgende Stoffe enthalten, die auch eine medizinische Wirkung haben:

  • Iridoidglykoside (Agnusid und Aucubin
  • Flavone und Flavonoide (Casticin, Penduletin, Chrysospenol-D)
  • ätherische Öle
  • spezielle Fettsäuren

Will man die Heilpflanze einnehmen, verwendet man nur getrocknete Bestandteile.

Es gibt verschiedene Formen, wie Mönchspfeffer eingenommen werden kann: Tabletten, Tee oder eine Tinktur. Ich habe keines davon bisher ausprobiert, werde mich aber – nach Rücksprache mit meiner Ärztin – näher mit der Einnahme befassen.

Das gilt übrigens grundsätzlich: niemals Tees, Heilpflanzen oder andere Medikamente ohne vorherige Absprache mit dem Arzt einnehmen!!

Die Dosierung liegt etwa bei 30 – 40 Gramm pro Tag, aber wie schon erwähnt, die Heilpflanze braucht einige Wochen, bis sie ihre Wirkung entfaltet.

Es gibt auch andere Dosierungsempfehlungen, die dann besagen, dass man ab Periode bis zum Eisprung Mönchspfeffer einnehmen soll. Gerade weil die Informationen so unterschiedlich sind, ist eine Absprache mit dem Arzt unerlässlich.

Eine Einnahme in der Schwangerschaft und Stillzeit ist keinesfalls zu empfehlen!

Besonders wenn man weitere Medikamente einnimmt, muss man vorher mit dem Arzt sprechen. Mönchspfeffer schwächt die Wirkung von Dopamin.

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Studien zum Mönchspfeffer bei Kinderwunsch

Wie das bei Heilpflanzen immer so ist, werden diese nicht wirklich klinisch erforscht. Es gibt zwei ziemlich kleine Studien zur Wirkung von Mönchspfeffer aus Heidelberg und den USA.

Studie aus Heidelberg: hier wurden die Phyto-L-Tropfen untersucht. Sie enthalten zustäzlich noch Schöllkraut und Mariendistel. Die Testpersonen waren Frauen, die einen zu langen Zyklus hatten oder deren Periode ausgeblieben ist. Die Studie zog sich über drei Monate. Von den 67 Frauen wurden 38 im Anschluss daran schwanger. Wie lange es aber „im Anschluss“ gedauert hat, geht aus meinen Recherchen nicht hervor.

Studie aus den USA: diese Studie ist aus dem Jahr 2006. Untersucht wurde eine Kombination aus Mönchspfeffer, Grüntee-Extrakten und Vitaminen, Aminosäuren und Mineralstoffen. Es haben 93 Frauen an der Studie teilgenommen, zwischen 24 und 42 Jahren. 53 Frauen waren in der Fokusgruppe und erhielten die Wirkstoffkombination. 14 von ihnen wurden in den nächsten drei Moanten schwanger. 40 Frauen waren in der Placebogruppe, von ihnen wurden 4 schwanger.

Ob die Heilpflanze nun das ultimative Mittel bei Kinderwunsch ist, kann ich nicht genau sagen. Ich werde mit meiner Frauenärztin darüber sprechen. Ich möchte aber zuerst, dass sie mich vollständig untersucht und herausfindet, warum es mit dem schwanger werden nicht klappen will.


Quelle:
http://www.babycenter.de/a25005301/kann-m%C3%B6nchspfeffer-mir-helfen-schwanger-zu-werden


Ein Kommentar bei „Mönchspfeffer – Das Mittel zum Wunschkind?“

  1. […] Mönchspfeffer: hilft bei einer Gelbkörperschwäche und kann als Kur eingenommen werden. Die Wirkung stellt sich aber erst nach etwa drei Monaten ein. […]

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