Ich bin Rhesus negativ – Die Rhesusunverträglichkeit

Rhesusunverträglichkeit

Schon in meiner ersten Schwangerschaft, die mit einem Windei endete, hat meine Ärztin festgestellt, dass ich Rhesus negativ bin. Da die Schwangerschaft frühzeitig endete, habe ich mir keine weiteren Gedanken um eine Rhesusunverträglichkeit gemacht. Aber da ich jetzt zum zweiten Mal schwanger bin, habe ich mich mit diesem Thema näher auseinander gesetzt.

Rhesus negativ = Rhesusunverträglichkeit?

Es kommt grundsätzlich nur dann zu Problemen und zu einer Rhesusunverträglichkeit wenn die Mutter Rhesus negativ und das Kind Rhesus positiv ist. Laut meiner Recherche auf rund-ums-baby ist es für eine Frau, die zum ersten Mal schwanger ist, kein Problem.

Zu einer Rhesusunverträglichkeit kommt es dann, wenn Mutter und Vater des Babys unterschiedliche Rhesusfaktoren haben. Bei mir und meinem Mann ist das so. Er ist Rhesus postiv und ich bin Rhesus negativ.

Es ist ziemlich wahrscheinlich, dass unser Kind einen positiven Rhesusfaktor hat und es dann zu einer Rhesusunverträglichkeit kommen kann. Es kann aber auch durchaus sein, dass unser Kind meine Blutgruppe bekommt. Beides ist möglich.

Wann kommt es zu einer Rhesusunverträglichkeit?

Wie schon erwähnt ist es nur problematisch, wenn das Kind positiv und die Mutter negativ ist. Eben so wie bei mir. Zu einer Rhesusunverträglichkeit kommt es nur, wenn sich mein Blut mit dem meines (ungeborenen) Kindes vermischt.

Zu einer Vermischung des Blutes kommt es zum Beispiel, wenn meine Ärztin bei einer vaginalen Untersuchung nicht richtig aufpassen würde, wenn ich ein Trauma erleiden würde oder eben bei der Geburt.

Wenn sich also mein Blut mit dem meines Kindes vermischen würde, würde mein Körper Antikkörper gegen das Blut meines Kindes entwickeln und das wäre dann eine Rhesusunverträglichkeit. Durch meine Plazenta würden dann die Antikörper zu meinem Kind wandern, was dann den Abbau seiner positiven Blutkörperchen zur Folge hätte.

Würde das wirklich passieren (was gar nicht so selten ist, besonders bei der Geburt), würde mein Kind mit einer Neugeborenen-Gelbsucht und einer Blutarmut zur Welt kommen.

Kann man eine Rhesusunverträglichkeit vorher erkennen?

Nein, denn bis das Kind auf der Welt ist, weiß niemand, welche Blutgruppe es hat. Aber meine Ärztin hat mir erklärt, dass das heutzutage überhaupt kein Problem ist. Ich bekomme in den letzten drei Monaten meiner Schwangerschaft einfach eine Spritze mit Anti-D-Globulin. Das schützt mein Kind davor, das eine Rhesusunverträglichkeit entsteht. Direkt nach der Geburt bekomme ich auch noch einmal so eine Spritze. So besteht in einer zweiten Schwangerschaft kein Problem mehr.

Was sind die Folgen einer Rhesusunverträglichkeit?

Wie gesagt, sowas gibt es heutzutage eigentlich nicht mehr, denn eine Frau, die Rhesus negativ ist, bekommt immer diese Spritzen. Doch sollte eine Rhesusunverträglichkeit vorher wirklich nicht erkannt werden, kommt das Kind mit einer Neugeborenen-Gelbsucht auf die Welt. Zudem ist es extrem blass und hat eine vergrößerte Leber und eine vergrößerte Milz. Sind die Symptome nur ganz leicht, wird das Kind mit einer Fototherapie behandelt. Bei schweren Symptomen ist eine Bluttransfusion nötig.

Aber sowas passiert heute eigentlich kaum noch. Bei mir werden noch – wie bei allen Frauen – während der Schwangerschaftsvorsorge sog. Antikörper-Suchtests gemacht. Und in Kombination mit der Spritze muss man sich als Rhesus negative Mutter überhaupt keine Sorgen machen.

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