7 Dinge, die Dir nur in der Schwangerschaft passieren

Dass ich schwanger sein doof finde, habe ich ja bereits erzählt. Aber es gibt auch einige Dinge, die passieren Dir nur, wenn Du schwanger bist. Die nachstehende Liste ist sicher total unvollständig, aber sie lässt sich ja beliebig erweitern 🙂

Schlafen, schlafen, schlafen

Man hat mir zwar gesagt, dass man in der Schwangerschaft sehr müde ist. Aber damit hätte ich nicht gerechnet. Du willst pennen, immer, Tag und Nacht und manchmal tust Du das auch. Ich stehe morgens um halb sechs auf und spätestens um 14 Uhr sind die Batterien leer. „Normale Menschen“ würden Kaffee trinken, aber denkste! Kaffee darf man in der Schwangerschaft ja nur wenig trinken, genauer gesagt, eine Tasse pro Tag. Du überlegst also, wie viel Kaffee Du heute zum Frühstück hattest (normalerweise habe ich bis zur Mittagspause schon vier Tassen getrunken) und spekulierst, ob Du Dir noch einen kleinen Kaffee gönnen kannst. Zuhause angekommen, willst Du nur noch ins Bett. Und genau das tust Du, um 19 Uhr, bei strahlendem Sonnenschein. Du denkst das wird besser? Nope….

Haarige Angelegenheit

Zu Beginn der Schwangerschaft hasste ich meinen Körper. Ich wollte mir die Haut abschälen, in der Hoffnung, ich würde mich dann wieder wohl fühlen. Man versucht alles, aber nichts hilft. Zumindest ging es mir so. In dieser Zeit habe ich mich quasi „übergepflegt“. Ich rasierte mir täglich die Beine (das tue ich sonst nicht). Je größer der Bauch wird, desto schwieriger wird die Rasur. Und zwar nicht nur an den Beinen. Es kam schon mal vor, dass ich mir eine Woche lang nicht mehr die Beine rasiert habe. Und es war mir nicht mal peinlich. Ich dachte mir: was solls, Du bist ja schwanger. Immer wieder nahm ich mir dann vor, mir alle drei Tage die Beine zu rasieren aber mal ganz ehrlich: ich war einfach viel zu müde dafür.

Essen, essen, essen

Ich spreche jetzt nicht von Heißhunger oder von Essiggurken mit Nutella, sondern von echtem, ehrlichen Hunger. Ich habe ständig Hunger und dann esse ich. Und zwar viel. Mein Mann ist Rugby-Spieler und entsprechend groß. Zu Beginn unserer Beziehung habe ich erstaunt zugesehen, was er alles essen kann. Mit der Schwangerschaft mache ich ihm oftmals Konkurrenz. Ich esse schon mal gerne eine Packung Tortellini alleine oder kann auch vier Milka Tender hintereinander essen. Und all‘ das kann ich essen, weil ich Hunger habe. Mein Magen knurrt und mein Kreislauf verlangt nach Essen. Und die Waage rächt sich und zwar heftig.

Erfolglos auf dem Klo

Den unbändigen Hunger hatte ich seit Beginn meiner Schwangerschaft. Und wenn der Hunger endlich gestillt war, dann sollte das essen auch wieder raus. Denkste! Da sitzt Du – gefühlt – stundenlang auf dem Klo und drückst wie eine Bekloppte und was passiert? Nichts! Und wenn doch einmal ein minimales „Plopp“ ertönt, feierst Du das, als hättest Du einen Oskar bekommen. Mal ehrlich: ich war im ersten Trimester tagelang nicht auf dem Klo. Der Rekord lag bei sechs Tagen. In meinem Darm sammelte sich also eine Menge essen und mein Bauch blähte sich auf. Das hatte zur Folge, dass ich schon in der 10. SSW einen „Baby-Blähbauch“ hatte.

Laufende Biogasanlage

Während Du also erfolglos auf der Toilette sitzt und drückst wie ein Weltmeister (übrigens: zu viel drücken kann zu Hämorrhoiden führen), bilden sich in Deinem Darm Gase. Und rede nicht von einem normalen Pups. Ich spreche von Gasen, die ganze Kontinente ausrotten können. Ich habe noch nie erlebt, dass ein Pups so stinken kann. Aber es ist nicht damit getan, dass man unfassbar stinkt. Nein! Du kannst es auch oft nicht kontrollieren! Richtig! Du stehst einfach da und pupst. Es ist nicht laut, keiner wird Dich verdächtigen, aber alle Menschen um Dich herum werden grün anlaufen, Pflanzen werden sterben, Tiere werden sich neue Territorien suchen. Und Du wirst verschämt gucken und hoffen, dass neben Dir ein dicker Mann steht, den Du vorwurfsvoll anschauen kannst.

Glücklich, traurig, glücklich

Hast Du es dann geschafft, vor Deinem eigenen Gestank zu flüchten, sitzt Du nichtsahnend auf dem Sofa und auf einmal ist alles doof. Baum doof, Sofa doof, alles doof. Du heulst. Du weinst nicht, nein es ist ein Mark und Bein erschütterndes heulen. Dein Mann versucht natürlich Dich zu trösten und herauszufinden, was mit Dir los ist, aber der ist natürlich auch doof. Also nicht immer, aber in dem Moment. Keine fünf Minuten später planst Du fröhlich das Babyzimmer und überlegst, was noch an der Erstausstattung fehlt. Dummerweise siehst Du im Fernsehen dann einen Bericht über chinesiche Hundewelpen und das Geheule geht von vorne los.

Würstel-Zehen

Auch ein Grund zum Heulen, aber natürlich nicht so schlimm wie die Hundewelpen sind die Wassereinlagerungen in Deinem Körper. Das fängt ganz harmlos an. Ab etwa der Hälfte Deiner Schwangerschaft bemerkst Du, wie Deine Zehen zu kleinen Nürnberger Rostbratwürstchen mutieren sobald es draußen mehr als 25 Grad hat. Das steckst Du noch locker weg. Irgendwann beginnen auch Deine Waden zu schmerzen und Du musst Deine Füße hochlegen, alles auch noch kein Problem. Gegen Ende der Schwangerschaft werden aus den Würstel-Zehen unbeschreibliche Monster, die Dich daran hintern, auch nur zur Toilette zu gehen. Von den Schmerzen mal ganz abgesehen.

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