Zyklusmonitioring bei Kinderwunsch – Mein Erfahrungsbericht

Zyklusmonitioring

Heute war ich zum ersten Mal beim Zyklusmonitoring. Da unser Wunschkind etwas auf sich warten lässt, sind wir jetzt quasi auf Ursachensuche. Mein Mann war bereits beim Spermiogramm und ich war nun zur Untersuchung bei meiner Frauenärztin. Ich wollte einfach mal alles aufschreiben, um auch Dir meine Erfahrungen mit dem Zyklusmonitioring weitergeben zu können.

Zyklusmonitioring – Warum wird das gemacht?

Nach einem Jahr üben und einem Windei sind wir jetzt soweit, dass wir auf Ursachensuche gehen. Ich hatte vor 14 Tagen ein erstes Gespräch mit meiner Frauenärztin. Sie hat mit mir über das letzte Jahr gesprochen und mir dann erklärt wie es jetzt weitergeht. Der erste Schritt bei einem unerfüllten Kinderwunsch ist das Zyklusmonitioring.

Hierbei geht es darum herauszufinden, ob und wann der Eisprung stattfindet. Ich habe zwar mit Ovulationstests getestet, aber der sagt mir ja im Prinzip nur, ob sich Follikel im Eierstock bilden. Aber ob ein Eisprung stattgefunden hat, das kann man nur mit der Messung der Basaltemperatur herausfinden oder eben beim Frauenarzt.

Zyklusmonitioring – Ultraschalluntersuchung

Nachdem meine Frauenärztin im ersten Gespräch vor 14 Tagen den genauen Zeitpunkt festgelegt hat (der ist kurz vor dem errechneten Eisprung), musste ich am 11. Zyklustag zum Zyklusmonitioring. Wir haben mit einer Ultraschalluntersuchung angefangen.

In dieser Untersuchung wird per Vaginal-Ultraschall geprüft, ob sich Follikel im Eierstock gebildet haben. Bei mir konnte sehr gut sehen, dass sich in meinem linken Eierstock ein 17 Millimeter großes Ei gebildet hat.

Ab etwa 20 Millimeter geht man davon aus, dass das Ei auch springt. Meine Ärztin hat mir gesagt, dass ein Ei etwa 2 Millimeter pro Tag wächst.

Normalerweise würde sie, wenn das Ei schon 19 Millimeter groß wäre, schon jetzt die Blutuntersuchung machen. Nachdem das Ei aber eben noch etwas zu klein ist, befürchtet sie, dass sie bei den Blutwerten noch nichts sehen kann. Deshalb muss ich in zwei Tagen noch mal hin.

Zyklusmonitioring – Blutuntersuchungen

Zum Zyklusmonitioring gehören zwei Blutuntersuchungen. Kurz vor oder am Tag des Eisprungs (man kann das ja niemals so exakt sagen), wird Blut abgenommen. Dabei werden folgende Werte überprüft:

  • LH-Wert
  • FSH
  • Estradiol/Östradiol
  • Progesteron

Bei der ersten Untersuchung kurz vor dem Eisprung, also in der Ovulationsphase sollten folgende Werte im Blutbild vorliegen:

  • FSH: 8-20 IU/ml
  • LH: 6-20 U/l
  • Estradiol/Östradiol: 150-530 pg/ml
  • Progestron: 1-2 ng/ml

Meine Werte waren perfekt, so sagte es zumindest meine Frauenärztin.

In der zweiten Zyklushälfte musste ich dann noch mal zur Blutabnahme, dabei sollte mein Blutbild diese Werte haben:

  • FSH: 2-8 IU/ml
  • LH: 3-8 U/l
  • Estradiol/Östradiol: 55-210 pg/ml
  • Progesteron: > 5 µg/l bis > 12 µg/l

Nebst diesen Werten wurde auch der TSH-Wert (Schilddrüsen-Werte) gemessen. Das ist keine Kassenleistung und gehört auch nicht wirklich zum Zyklusmonitoring. Allerdings sagte mir meine Frauenärztin, dass oftmals die Schilddrüsenwerte dafür verantwortlich sind, dass man nicht schwanger wird. Der TSH sollte unter 2 liegen.

Mein TSH-Wert ist absolut in Ordnung.

Leider ist das Zyklusomotoring keine Kassenleistung, dass heißt man muss das selbst bezahlen. Ich habe 65 Euro bezahlt, das finde ich jetzt noch total in Ordnung.

Wie geht es jetzt weiter?

Tja, für mich ging es nicht weiter, denn ich befinde mich aktuell (25.04.2017) in der 5. SSW. Von daher reichen meine Erfahrungen für das Zyklusmonitoring nur bis zur 2. Blutentnahme.

Aber normalerweise – wenn die Werte in Ordnung sind – wird das Paar an die Kinderwunschklinik überwiesen, wo dann weitere Untersuchungen gemacht werden.

Weitere Informationen dazu findest Du hier: http://www.kinderwunschpraxis-muenchen-nord.de/index.php/kinderwunsch/diagnostik


Quelle: http://www.9monate.de/kinderwunsch-familienplanung/unerfuellter-kinderwunsch/zyklusmonitoring-id158141.html

 

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